Zucker – Süßstoffe – Zuckeralkohole – Fruchtzucker im Vergleich

Zucker - Süßstoffe - Zuckeralkohole - Fruchtzucker im Vergleich nicht jede süße ist gesund für uns

Unterschiedliche Süßen – auf einen Blick

Energiezufuhr Süßkraft-Faktor
Zucker 4 Kalorien pro Gramm 1
Süßstoff praktisch keine Kalorien 30 – 3000
Zuckeralkohol 2,4 Kalorien pro Gramm 0,4
Fruchtzucker 4 Kalorien pro Gramm 1,2

 

Einfluß auf den Insulinspiegel Einfluß auf das Verdauungssystem Einfluß auf die Zahngesundheit
Zucker stark neutral kann Karies fördern
Süßstoff kein Einfluss können abführend wirken kein Einfluss
Zuckeralkohol gering können abführend wirken kein Einfluss
Fruchtzucker gering neutral kann Karies fördern

Zucker

Zucker, wie wir ihn im Haushalt kennen (Saccharose), wird heute aus Zuckerrohr (Siehe auch: Rohrzucker) und Zuckerrüben (Siehe auch: Rübenzucker) hergestellt. Der Zucker wird im Handel in zwei Qualitätsklassen eingeteilt. In den EG-Länder herrschen überall die gleichen Qualitätsanforderungen, die in Deutschland in der Zuckerarten Verordnung festgehalten sind. Nach diesen Vorschriften werden die Zucker nach ihrer Farbe und dem Restgehalt an Mineralstoffen, dem Aschegehalt bewertet. So gibt es die Unterscheidung zwischen Weißzucker und Raffinade.

Süßstoffe

Süßstoffe gibt es als Tafelsüßen

  • in Tablettenform für Heißgetränke
  • als Streusüße
  • als flüssigen Süßstoff zum Kochen, Backen und für Desserts

Da die einzelnen Süßstoffe nicht immer einen abgerundeten Süßgeschmack vermitteln, werden sie häufig kombiniert. Tafelsüßen mit neun bis zehn Teilen Cyclamat und einem Teil Saccharin haben bis heute große Bedeutung.

Süßstoffe haben eine hohe Süßkraft und süßen daher praktisch kalorienfrei. Sie lassen sich aber aufgrund ihrer geringen Masse nicht wie Zucker verarbeiten. Ihr Einsatz ist nur für bestimmte Lebensmittel zulässig. Welche das sind regelt das europaweit überwiegend einheitlich geregelte Zusatzstoffrecht. Es enthält außerdem Vorschriften zur Kennzeichnung und zu Höchstmengen.

Gerüchte, Süßstoffe seien krebserregend, halten sich hartnäckig, lassen sich aber wissenschaftlich nicht belegen (siehe Ernährungsinfos).

Zuckeralkohole / Zuckeraustauschstoffe

Zuckeralkohole enthalten circa 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker und besitzen einen leicht beziehungsweise stark verminderten Einfluss auf die Kariesentstehung (Kariogenität). Ihr Geschmack und ihr Volumen entspricht dem von Zucker. Technologisch lassen sie sich ähnlich wie Zucker verarbeiten.
In höheren Mengen können Zuckeralkohole Blähungen und Durchfall verursachen. Da sie nur verzögert ins Blut aufgenommen werden, können sie auch die unteren Dünndarmabschnitte erreichen. Dort wirken sie wasseranziehend, vergrößern dadurch das Volumen des Darminhaltes und regen die Darmtätigkeit an. Als Toleranzwert bezeichnet man die Menge an Zuckeralkoholen, die ungewöhnte Erwachsene aufnehmen können, ohne Verdauungsbeschwerden zu bekommen. Diese Menge sollte über den ganzen Tag verteilt werden. Bei regelmäßigem Verzehr tritt ein Gewöhnungseffekt ein.

Fruktose

Fruktose (Fruchtzucker) ist ein Baustein des Haushaltszuckers (Saccharose) und enthält etwa genauso viel Energie wie andere Zuckerarten. Fruktose ist kein Zusatzstoff, sondern eine Lebensmittel-Zutat. Industriell wird sie aus Saccharose oder Stärke hergestellt. In freier Form kommt Fruktose in vielen süßen Früchten und in Honig vor.
Fruktose ist als weißes, kristallines Pulver oder als 70-prozentiger Sirup im Handel. Die Süßkraft von Fruchtzucker beträgt verglichen mit Saccharose etwa 120 Prozent. Sie nimmt jedoch mit zunehmender Temperatur ab.
Aus Gründen der Verträglichkeit sollte bei Fruktose die Einzeldosis maximal 25 Gramm, die Tagesdosis nicht mehr als 60 Gramm betragen.

 

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